Freitag, 15. April 2011

Vortrag zum Projekt: "sms4science"

Am Freitag 15 April sind wir mit unserer Klasse an die Universität Zürich gegangen, um uns einen Vortrag von Christa Dürscheid und Elisabeth Stark anzuhören.Sie haben das Projekt mit dem Namen "sms4sciene" ins Leben gerufen.
Das Hauptziel dieses Projektes ist es, die verwendete Sprache in SMS zu analysieren und Muster darin festzustellen.Zum Beispiel fragen sie sich, wie oft ein gewisses Wort in SMSen vorkommt oder auch wie sich SMS von Schweizern zum Beispiel von japanischen SMS unterscheiden.Dazu haben sie die Bevölkerung dazu aufgerufen, ihnen ihre unverfälschten SMS an eine, extra zur Verfügung gestellte Gratisnummer von Swisscom, weiterzuleiten.Darauf sortieren sie diese, die sie nicht brauchen könnten aus und anonymisierten die übrig gebliebenen.Insgesamt fand man so 2600 Beteiligte.Wie sie uns dann nachher noch erklärten, als wir ihnen zum Schluss noch einige persönliche Fragen stellen konnten, erfuhren wir, dass die meisten Beteiligten zwischen einundzwanzig und dreissig Jahre hatten, aber auch Kinder unter vierzehn Jahren und sogar über siebzig jährige stellten ihnen teilweise ihre SMS zur Verfügung.
Einige Forscher behaupten, dass das Schreiben von SMS zu einem Sprachzerfall führe, doch sie wiedersprechen dieser Vorstellung klar und deutlich und finden es sehr interessant.Bis jetzt sind sie die ersten, die so ein grosses Projekt darüber veröffentlichen, es wurden schon kleinere Studien gemacht mit bis zu 1200 Leuten, aber sonst wurde immer nur ein grösseres Augenmerk auf den Schreibstil in e-Mails gelegt.


Meine Idee, was ich in der Schule darüber machen könnte, denn wir werden ein ähnliches Projekt verfolgen(natürlich in deutlich kleinerem Rahmen), wäre zu analysieren, welche Wörter oder welche Passagen, zweisprachige Leute auf Deutsch oder eben in der anderen Sprache schreiben, die sie noch beherrschen und ob dies, bei zum Beispiel einem zweisprachigen Italiener die gleichen sind, wie bei einem zweisprachigen Franzosen.

Dienstag, 22. März 2011

Mundartfassung des Prometheus

1)
Verdunkle din Himmel Zeus,
mit düstere Wulche!
Und üäb, wie de chlini Lussbueb/Giel,
wo us übermuet eifachd distle köpft,
dich ad de eiche und de berge!
Mini Erde musch mer
doch wohl stah lah,
wie au mini Hütte,
wo du eidütig nöd baut hesch,
wie min Herd,
dem du sini Gluet
gern hettisch.

2)
Ich kenn nüt mitleiderweckenders
under de Sunne, als oi Götter.
Ihr überlebed dank Opfergabe
und tägliche Gebet.
Ihr, doch so hochagsehendi König
würd vor d'Hünd gha, gebtis
nöd Chind und Bettler,
wo dir so treu, aber dumm.

3)
Wo ich no unschuldig gchrablet bin,
kei ahnig gha han wie's so wird si,
ziehts mis Aug doch scho automatisch
richtig sunne, als wenn dete im blaue irgendwo
es ohr wär, wo jetzt scho mis Leid ghört.
So d'sege es Zwillingsherz zu mim,
eis wo sich am Leidende erbarmt.

Samstag, 19. März 2011

Werther:Nach dem Lesen

Ich habe nun das Buch "Die Leiden des jungen Werthers" zu Ende gelesen und mir ist vor allem eins ins Auge gestochen, was mich gestört hat.Dass man von Anfang an wusste was passieren wird.Wir haben dies ja bereits in der Stunde besprochen und ich habe mir noch ein paar Gedanken dazu gemacht.

Sie haben es und von Anfang an gesagt, aber auch im Buch wird relativ schnell klar, wie es enden wird und somit wird keinerlei Spannung aufgebaut.Ich finde man kann es vergleichen mit einem typischen Hollywood Liebesfilm.Schon zu Beginn weiss man, wie es enden wird und trotzdem weint man, wenn es zwischenzeitlich so aussieht, als würde es doch kein Happyend geben.Aber dort werden absichtlich unsere Emotionen angesprochen, damit man sich selber in die Lage der Schauspieler versetzen kann und deswegen so mitfühlend ist.Oder vergleichbar ist es auch mit einem Krimi, bei dem zu Anfang die Leiche aufgefunden wird und man dann "nur" noch klären muss wer der Verantwortliche war, aber auch dort ist es spannend, denn man weiss nicht ob vielleicht der Kommissar selber dann noch zum Opfer wird und es spannend ist, was für raffinierte Pläne Verbrechen machen, die dann aber trotzdem durch einen ganz ganz kleinen Fehler doch noch aufgeklärt werden.Aber bei Werther ist es ein Selbstmord und nicht beispielsweise ein fiktiver Selbstmord, der nur als solcher getarnt ist.Und den Grund wieso er sich umbringen wird, wird ebenfalls sofort ersichtlich, spätestens als man erfährt, dass die Frau in die er verliebt ist bereits vergeben ist.Das finde ich wirklich schade.Weil Goethe hätte es ohne Problem gekonnt eine solche Spannung aufzubauen.Aber, dass ist meine Meinung und wie wir bereits in der Stunde gesehen haben, gibt es sehr verschiedene.
Abgesehen davon fand ich es etwas übertrieben, dass er sich so in die Sache reingesteigert bis er sich sogar für sie dann "opfert".Aber man bekommt einen Einblick in die Welt, wie sie damals noch war.Wie sich die Menschen kleideten und was sie so für Gewohnheiten hatten, was ich durchaus gut finde.

Samstag, 12. März 2011

Werther Brief 2: 4. Dezember

Mein ehrenwürdiger Freund.Wie ich deinem Brief nur allzu deutlich entnehmen kann, ist mein Rat vom Julius dieses Jahres nicht befolgt worden.Ich kann nicht sagen ob deine Absicht dazu fehlte oder ob dein Herz dir sowieso zu diesem Zeitpunkt schon einen zu grossen Streich gespielt hatte. Ich will dich damit nicht erniedrigen, weil ich auch selber nicht weiss, ob mein seine Gefühle nur durch grossen Willen steuern kann.Doch denke daran: Ich halte zu dir und wenn es dein Herz erleichtert mir Briefe zu schreiben, so tu* es so oft du nur willst.Wenn es dein Herz erleichtern würde, wäre ich bei dir, so sag* es ruhig und ich komme.Wenn meine Person also irgendetwas tun kann, um dein Leiden zu bessern, so berichte es mir so schnell als möglich.



*eigentlich heisst es sage/tue, aber ich habe mir gedacht, dass in diesem Fall diese Form besser passen würde..?

Samstag, 5. März 2011

Werther Brief 1

Mein sehr geschätzter Freund Werther.So wie du mir deine Lage geschildert hast, ist es doch sehr ernst und ein wohlwollender Tipp eines alten Freundes dazu wäre:verhindere selbst zum Schiffbrüchigen zu werden, durch den Magnetberg, der auf dich ja augenscheinlich eine so grosse Anziehung hat.Denn ich kenne noch ein anderes Märchen von einem jungen Mann:er verliebte sich in eine reizende Frau, sie konnte mit Kindern umgehen, hatte ein gutes Herz und ihr Aussehen fesselte noch so manchen.Doch sie war vergeben, verlobt und bald sogar schon getraut. Er hatte sich jedoch so in diese Sache reingesteigert und nicht einmal probiert ihr nicht mehr ausgeliefert zu sein, dass er ab dem Tag an dem die Hochzeit stattfand sich für immer in sein Haus einsperrte und so sein ganzes Leben an ihm vorbeizog, bis er an seinem letzten Tag noch ein einziges Mal die frische Luft und die aufblühenden Blüten des Frühlings riechen wollte. Auf diesem letzten Weg durch die Wälder begegnete er einer verzückenden Frau, die schon seit Jahren seine Nachbarin gewesen war, die er aber, weil er sich immer nur in seinem Haus verkrochen hatte, nie zu Gesicht bekommen hatte.Und nun war es zu spät.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Nachbetrachtung von einem der Texte

Ich werde mir den Epos von Albrecht Haller "Die Alpen"noch etwas genauer anschauen.Denn eigentlich sollten ja alle diese Texte die wir momentan lesen mit der Aufklärung verbunden sein, aber bei diesem Text, als wir ihn in der Stunde lasen, fand ich nichts daran so richtig typisch aufklärerisches.
Ich sah es eher als ein normales Gedicht, das sich mit den Alpen und ihren Bewohnern befasst und daraus einige typische Bilder beschreibt.Als wir es dann zusammen besprachen, fanden wir heraus, dass das aufklärerische daran sei, die Idee sich nicht mit dem jetzigen Zustand zufrieden zu geben, sondern man immer noch anstreben sollte, alles zu verbessern.Diese Botschaft ist vor allem in der ersten Strophe ersichtlich:Versuchts, ihr Sterblichen, macht euren Zustand besser..."

Auf Wikipedia fand ich dann dazu noch einen interessanten Text:Haller gehört zu den frühen Aufklärern und mit seinen Landsleuten Bodmer und Breitinger zu denjenigen Gelehrten, die dem gebildeten Publikum die Schönheit der Natur nahezubringen gedachten. Damit setzten sie eine neue Denkweise in Gang. Mit zunehmender Beherrschung der Natur konnte man sich mehr für deren Schönheit öffnen und sah nicht mehr nur deren Unberechenbarkeit.(http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Alpen)
Also war das Ziel dieses Textes die Bilder der Alpen in die Städte zu bringen und auf eine gewisse Weise bringt man die Leute so zum nachdenken.Was wieder zur Aufklärung passen würde.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Aus der Nathan-Lektüre: Teil 2

Weiter oben habe ich ja bereits probiert kurz zusammenzufassen um was es in diesem Buch geht. Doch wer das Buch nicht kennt, dem kann es gut so scheinen, als sei es nur einfach eine Geschichte ohne weiteren Hintergrund. Dem ist aber überhaupt nicht so. Auf dem Buchdeckel wird es so beschrieben:"..Nathan der Weise ist im Grunde nicht bloss eine gute Komödie, sondern auch eine philosophisch-theologische Abhandlung zugunsten des reinen Deismus...".(Wikipedia:"Im engeren Sinne sind Deisten diejenigen, die das Göttliche nur mit dem Ursprung des Universums in Verbindung bringen"...also schon gläubig, aber ohne einem bestimmten Glauben anzugehören)
Was also ein sehr sehr wichtiges, wenn nicht schon das zentrale Thema dieses Buches ist, sind die drei Religionen und wie sie zueinanderstehen.
Dazu haben wir schon kurz in der Stunde besprochen, dass auffällt, wenn man die Personen genauer anschaut, dass nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, alle schlechten Personen/bösen Personen im Buch Juden sind und die guten die Christen. Es ist alles durchmischt, wer gut und wer böse ist, wobei die einzige Person, die wirklich eher als schlecht beschrieben wird der Patriarch ist, der Christ ist.
Dazu haben wir auch noch gesagt, dass Kritik an sich selber oder hier an der eigenen Religion einfach ehrlicher sei. Das ist durchaus so und ich bin damit vollkommen einverstanden, doch viele machen das ganz und gar nicht so. Denn es ist einfach viel einfacher für sein Problem jemand anderem die Schuld zu geben und nicht bei sich selbst das Problem zu suchen. Da dieses Buch in der Aufklärung geschrieben wurde, kann ich mir also gut vorstellen, dass Lessing sich genau überlegt hat, wie er die Religionen den Guten oder den Bösen zuteilt. Denn ich würde sagen(und sie können mich gerne korrigieren),dass er damit sagen wollte:Ihr müsst anfangen zu denken. Selber. Und euch nicht für jedes Problem einen Sündebock finden, wie ihr es schon lange mit den Juden macht. Das Problem könnte, und in vielen Fällen ist es auch so, bei euch selber liegen.Nur weil euch jemand sagt Juden sind alle nur schlecht und böse, glaubt es doch nicht einfach.