Samstag, 19. März 2011

Werther:Nach dem Lesen

Ich habe nun das Buch "Die Leiden des jungen Werthers" zu Ende gelesen und mir ist vor allem eins ins Auge gestochen, was mich gestört hat.Dass man von Anfang an wusste was passieren wird.Wir haben dies ja bereits in der Stunde besprochen und ich habe mir noch ein paar Gedanken dazu gemacht.

Sie haben es und von Anfang an gesagt, aber auch im Buch wird relativ schnell klar, wie es enden wird und somit wird keinerlei Spannung aufgebaut.Ich finde man kann es vergleichen mit einem typischen Hollywood Liebesfilm.Schon zu Beginn weiss man, wie es enden wird und trotzdem weint man, wenn es zwischenzeitlich so aussieht, als würde es doch kein Happyend geben.Aber dort werden absichtlich unsere Emotionen angesprochen, damit man sich selber in die Lage der Schauspieler versetzen kann und deswegen so mitfühlend ist.Oder vergleichbar ist es auch mit einem Krimi, bei dem zu Anfang die Leiche aufgefunden wird und man dann "nur" noch klären muss wer der Verantwortliche war, aber auch dort ist es spannend, denn man weiss nicht ob vielleicht der Kommissar selber dann noch zum Opfer wird und es spannend ist, was für raffinierte Pläne Verbrechen machen, die dann aber trotzdem durch einen ganz ganz kleinen Fehler doch noch aufgeklärt werden.Aber bei Werther ist es ein Selbstmord und nicht beispielsweise ein fiktiver Selbstmord, der nur als solcher getarnt ist.Und den Grund wieso er sich umbringen wird, wird ebenfalls sofort ersichtlich, spätestens als man erfährt, dass die Frau in die er verliebt ist bereits vergeben ist.Das finde ich wirklich schade.Weil Goethe hätte es ohne Problem gekonnt eine solche Spannung aufzubauen.Aber, dass ist meine Meinung und wie wir bereits in der Stunde gesehen haben, gibt es sehr verschiedene.
Abgesehen davon fand ich es etwas übertrieben, dass er sich so in die Sache reingesteigert bis er sich sogar für sie dann "opfert".Aber man bekommt einen Einblick in die Welt, wie sie damals noch war.Wie sich die Menschen kleideten und was sie so für Gewohnheiten hatten, was ich durchaus gut finde.

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