Praktische Lyrikübung 8
Zwei Strophen mit alternierenden sieben- und
fünfsilbigen Verszeilen zum Thema Regen:
Er kommt sehr überraschend
schnell und bevor man
sich versieht, ist man durchnässt.
Will nur nach Hause.
Doch kann Regen auch schönes
bringen:ein schönen
Regenbogen und alles
beginnt zu singen.
Zwei Strophen mit folgender Silbenzählung pro Zeile:
3, 6, 1, 4, 8, 4, 1, 6, 3 zum Thema Körperhygiene:
Tag für Tag
duschen und waschen doch
nichts
bringt etwas: ich
stinke!auch zwei mal ändert es
nicht: ich stinke!
und
es ist auch ungesund.
Mein Schicksal!
und erst die
fettigen Haare.schlimm!
immer
mindestens ein
mal täglich waschen, sonst Horror!
und andere?!
nein,
ich wasch sie alle drei.
Mein Schicksal!
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Hallo Luna!
AntwortenLöschenSchon wieder eine 4 - und du möchtest wohl wissen warum... Ich versuche mich einmal an einer Erklärung. Wie komme ich zu dieser Bewertung?
Grundsätzlich: Ist die Aufgabe komplett und rechtzeitig bearbeitet worden? - Ja, das trifft in deinem Fall zu.
Nun muss ich noch bestimmen, ob die Aufgabe in besonderer Weise gut oder schlecht ausgeführt worden ist. Dabei achte ich auf:
Korrektheit: In deinem Fall habe ich hier wenig zu bemängeln. Lediglich bei der 2.Teilaufgabe/2.Strophe/3.Zeile hat das Wort 'immer' zwei statt wie gefordert eine Silbe.
Rechtschreibung: Beim Durchsehen sind mir, neben einer handvoll stilistischer 'Holperer' (die ich in diesem Kommentarfeld hier schlecht ausbreiten kann), zwei 'harte' Fehler aufgefallen: 1. Teilaufgabe/2. Strophe/1. Zeile - etwas 'schönes' wäre gross geschrieben und bei der Zeile 3 - der unbestimmte Artikel sollte 'einen' lauten (im Akkusativ).
Und nicht zuletzt suche ich noch nach etwas, dass man im Feld 'sprachliche Brillianz', 'kreativen Umgang mit Sprache' oder auch 'emotionale oder intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema' verorten kann.
Hierbei finde ich in deinem Beitrag folgende Positive Punkte:
- Ich habe nicht das Gefühl, dass du vielsilbigen Wörtern ausweichst.
- In der zweiten Teilaufgabe enden beide Strophen auf 'Mein Schicksal', was auf einen eigenen 'strukturrelevanten' Gedankengang hinweist.
Ich muss aber sagen, dass deine Klassenkameradinnen, an denen ich dich ja zwangsläufig auch messe, in diesen Bereich teilweise deutlich mehr investieren. Wieso ist das so? Ich sehe folgende Möglichkeiten:
- Interesse am Thema / Motivation
- Begabung in diesem Bereich
- Meine Wahrnehmung als Korrigierender
Was bedeutet das nun: An der Begabung lässt sich wenig ändern - es muss und kann auch nicht allen alles gleich gut liegen. Falls du davon ausgehst, dass ich unfair korrigiere bzw. deine Leistung nicht angemessen würdige, so müsstest du das Gespräch mit mir suchen und mir Konkretes zeigen.
Was schliesslich Interesse und Motivation betrifft, so kann ich dich nicht dazu zwingen, das Thema interessant zu finden, dich darauf einzulassen und an deiner Arbeit Freude zu empfnden. Vielleicht siehst du eine Möglichkeit in diese Richtung etwas zu unternehmen...
Ich hoffe, dass du anhand dieser Ausführungen einigermassen nachvollziehen kannst, wie ich zu meiner Bewertung komme. Falls nicht, sprich mich bitte noch einmal darauf an...