Weiter oben habe ich ja bereits probiert kurz zusammenzufassen um was es in diesem Buch geht. Doch wer das Buch nicht kennt, dem kann es gut so scheinen, als sei es nur einfach eine Geschichte ohne weiteren Hintergrund. Dem ist aber überhaupt nicht so. Auf dem Buchdeckel wird es so beschrieben:"..Nathan der Weise ist im Grunde nicht bloss eine gute Komödie, sondern auch eine philosophisch-theologische Abhandlung zugunsten des reinen Deismus...".(Wikipedia:"Im engeren Sinne sind Deisten diejenigen, die das Göttliche nur mit dem Ursprung des Universums in Verbindung bringen"...also schon gläubig, aber ohne einem bestimmten Glauben anzugehören)
Was also ein sehr sehr wichtiges, wenn nicht schon das zentrale Thema dieses Buches ist, sind die drei Religionen und wie sie zueinanderstehen.
Dazu haben wir schon kurz in der Stunde besprochen, dass auffällt, wenn man die Personen genauer anschaut, dass nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, alle schlechten Personen/bösen Personen im Buch Juden sind und die guten die Christen. Es ist alles durchmischt, wer gut und wer böse ist, wobei die einzige Person, die wirklich eher als schlecht beschrieben wird der Patriarch ist, der Christ ist.
Dazu haben wir auch noch gesagt, dass Kritik an sich selber oder hier an der eigenen Religion einfach ehrlicher sei. Das ist durchaus so und ich bin damit vollkommen einverstanden, doch viele machen das ganz und gar nicht so. Denn es ist einfach viel einfacher für sein Problem jemand anderem die Schuld zu geben und nicht bei sich selbst das Problem zu suchen. Da dieses Buch in der Aufklärung geschrieben wurde, kann ich mir also gut vorstellen, dass Lessing sich genau überlegt hat, wie er die Religionen den Guten oder den Bösen zuteilt. Denn ich würde sagen(und sie können mich gerne korrigieren),dass er damit sagen wollte:Ihr müsst anfangen zu denken. Selber. Und euch nicht für jedes Problem einen Sündebock finden, wie ihr es schon lange mit den Juden macht. Das Problem könnte, und in vielen Fällen ist es auch so, bei euch selber liegen.Nur weil euch jemand sagt Juden sind alle nur schlecht und böse, glaubt es doch nicht einfach.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Sonntag, 26. Dezember 2010
Aus der Nathan-Lektüre: Teil 1
Wir haben kurz vor den Weihnachtsferien begonnen das Buch Nathan der Weise zu lesen. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Das Buch spielt in Jerusalem im Jahr 1192(genaue Jahreszahl aus:http://cornelia.siteware.ch/literatur/litzusammenfassungen/nathan.html)
Der jüdische Geschäftsmann Nathan kommt von einer seiner Handelsreisen zurück und erfährt von seiner christlichen Hausangestellten Daja, dass das Haus gebrannt hat und dabei fast seine Tochter umgekommen wäre, hätte nicht ein unbekannter Tempelritter eingegriffen. Einer, der hätte umgebracht werden sollen, der dann jedoch vom Sultan begnadigt wurde, da er Ähnlichkeiten mit seinem verschollenen Bruder aufweisen würde.
Darauf folgt eine Szene, in der der Patriarch eben diese Tempelritter dazu auffordern will, Saladin, der den ihn begnadigte, umzubringen. Doch dieser weigert sich. Nathan gelingt es dann aber endlich mit dem Retter seiner Tochter zu sprechen.Anfangs stehen sie sich ziemlich skeptisch gegenüber, aber dann merken sie, dass ihnen der Kampf um die richtige Religion beiden zuwider ist und freunden sich sogar an.
Saladin hat grosse Geldprobleme, da seit langem die "ägyptischen Tribute ausbleiben und noch wegen seiner horrende Freigebigkeit"(diese Informationen ebenfalls von:http://cornelia.siteware.ch/literatur/litzusammenfassungen/nathan.html)
Daher rechnet Nathan, als er erfährt, dass der Sultan ihn sehen will damit, dass er von ihm Geld leihen will. Aber er will nur mit ihm diskutieren, was für ihn die richtige Religion sei. Nathan antwortet darauf ganz geschickt mit einem Märchen. Es geht darin um einen Ring, der seinem Besitzer die Liebe und die Achtung der Menschen verschaffen kann und der der Vater immer seinen liebsten Sohn weitergibt. Eines Tages kann sich der Vater nicht entscheiden welcher seiner drei Söhne den Ring verdient hätte und so lässt er zwei Duplikate anfertigen. Auch ein Richter kann nicht mehr entscheiden welcher der richtige war. Das Problem beleibt ungelöst, aber der Sultan ist dennoch von der Weisheit Nathans beeindruckt.
Zur selben Zeit verliebt sich der Tempelritter in Recha, die wie man hier erfährt eigentlich eine getaufte Christin ist. Der Tempelritter ist darauf sehr enttäuscht von Nathan, da er eine Christin zur Apostasie verführt hat und geht mit seinem Problem zum Patriarchen, der denjenigen auf den Scheiterhaufen bringen würde. Er verrät ihm den Namen glücklicherweise nicht und findet zurück zu Saldin, der sagt er werde sich um die Sache kümmern.
Doch der Tempelritter wüsste eine Lösung:er bittet Nathan an seine Tochter zu ehelichen, "um ihn von seiner Unbesonnenheit zu retten."(auch aus der Quelle)
Der Sultan ist auch für diese Hochzeit. Jedoch Nathan kann mit Papieren, die er vom Klosterbruder erhalten hat, nachweisen, dass der Tempelritter und Recha Geschwister sind und sie die Kinder von Saldind's verschollenen Bruder und gleichzeitig Nathans Freund seinen.So stellt sich also schlussendlich heraus, dass hier Leute von den drei verschiedenen Religionen geistlich vereint wurden und sogar verwandt sind.
Das Buch spielt in Jerusalem im Jahr 1192(genaue Jahreszahl aus:http://cornelia.siteware.ch/literatur/litzusammenfassungen/nathan.html)
Der jüdische Geschäftsmann Nathan kommt von einer seiner Handelsreisen zurück und erfährt von seiner christlichen Hausangestellten Daja, dass das Haus gebrannt hat und dabei fast seine Tochter umgekommen wäre, hätte nicht ein unbekannter Tempelritter eingegriffen. Einer, der hätte umgebracht werden sollen, der dann jedoch vom Sultan begnadigt wurde, da er Ähnlichkeiten mit seinem verschollenen Bruder aufweisen würde.
Darauf folgt eine Szene, in der der Patriarch eben diese Tempelritter dazu auffordern will, Saladin, der den ihn begnadigte, umzubringen. Doch dieser weigert sich. Nathan gelingt es dann aber endlich mit dem Retter seiner Tochter zu sprechen.Anfangs stehen sie sich ziemlich skeptisch gegenüber, aber dann merken sie, dass ihnen der Kampf um die richtige Religion beiden zuwider ist und freunden sich sogar an.
Saladin hat grosse Geldprobleme, da seit langem die "ägyptischen Tribute ausbleiben und noch wegen seiner horrende Freigebigkeit"(diese Informationen ebenfalls von:http://cornelia.siteware.ch/literatur/litzusammenfassungen/nathan.html)
Daher rechnet Nathan, als er erfährt, dass der Sultan ihn sehen will damit, dass er von ihm Geld leihen will. Aber er will nur mit ihm diskutieren, was für ihn die richtige Religion sei. Nathan antwortet darauf ganz geschickt mit einem Märchen. Es geht darin um einen Ring, der seinem Besitzer die Liebe und die Achtung der Menschen verschaffen kann und der der Vater immer seinen liebsten Sohn weitergibt. Eines Tages kann sich der Vater nicht entscheiden welcher seiner drei Söhne den Ring verdient hätte und so lässt er zwei Duplikate anfertigen. Auch ein Richter kann nicht mehr entscheiden welcher der richtige war. Das Problem beleibt ungelöst, aber der Sultan ist dennoch von der Weisheit Nathans beeindruckt.
Zur selben Zeit verliebt sich der Tempelritter in Recha, die wie man hier erfährt eigentlich eine getaufte Christin ist. Der Tempelritter ist darauf sehr enttäuscht von Nathan, da er eine Christin zur Apostasie verführt hat und geht mit seinem Problem zum Patriarchen, der denjenigen auf den Scheiterhaufen bringen würde. Er verrät ihm den Namen glücklicherweise nicht und findet zurück zu Saldin, der sagt er werde sich um die Sache kümmern.
Doch der Tempelritter wüsste eine Lösung:er bittet Nathan an seine Tochter zu ehelichen, "um ihn von seiner Unbesonnenheit zu retten."(auch aus der Quelle)
Der Sultan ist auch für diese Hochzeit. Jedoch Nathan kann mit Papieren, die er vom Klosterbruder erhalten hat, nachweisen, dass der Tempelritter und Recha Geschwister sind und sie die Kinder von Saldind's verschollenen Bruder und gleichzeitig Nathans Freund seinen.So stellt sich also schlussendlich heraus, dass hier Leute von den drei verschiedenen Religionen geistlich vereint wurden und sogar verwandt sind.
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